hat sie uns mitgenommen auf Futtersuche. Auf einer Terrasse stand immer ein komischer Kasten, worin leckeres Futter lag. Eines Abends gab es einen lauten Knall und unsere Mama saß in dem Kasten fest. Wir haben vor lauter Schreck das Weite gesucht, und erst der Hunger hat uns abends wieder auf die Terrasse getrieben. Es hat wieder geknallt, und ich saß fest. So ging das einige Tage lang, bis meine Brüder Pio, Paolo und Pedro mich im Tierheim wiedertrafen. Wir haben uns gefreut, wieder zusammen zu sein. Es war warm und wir mußten unser Essen nicht suchen oder fangen. Wir hatten aber auch große  Angst, weil wir nicht wußten, was bei den Menschen ohne unsere Mama so alles passiert. Zu allem Überfluß bekamen wir noch Durchfall und Bauchweh.

Nach ein paar Tagen kam eine Frau mit einer sanften Stimme. Sie hat uns immer zu zweit  in Körbe gepackt und in ein Auto geladen . Nach kurzer Fahrt kamen wir in ein großes Zimmer. Zu groß für uns, hat die Frau gesagt. „Wir setzen sie lieber zu zweit in Villa Riba und Villa Bacho. Dann komme ich besser an sie heran.“ Darin stand jeweils ein Karton, in dem wir uns verstecken konnten. Allerdings hat es uns nichts genutzt, denn wir mußten Medizin schlucken. Das war ekelhaft, und wir waren recht böse auf unsere neue Mama. Wir haben sie angefaucht, damit sie es ordentlich mit der Angst zu tun bekam. Aber siehe da, nach einer Woche ging es uns besser und unsere Mama wollte mit uns spielen. „Mit mir nicht“, habe ich gefaucht und ordentlich nach ihr gehauen. Meine Brüder, die Feiglinge, sind schwach geworden und haben geschnurrt und mit ihr gespielt.

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Dann kam ein besonderer Tag. Die Türen von den beiden „Villen“ wurden geöffnet und wir konnten das große Zimmer erkunden. Das war vielleicht lustig!!! Es gab viele Spielsachen und einen Kratzbaum. Aber eine Riesenmacke in die Tapete zu kratzen, hat auch echt Spaß gemacht. Nun hatten wir jede Menge  zu tun und waren nach dem vielen Spielen sehr müde. Die neue Mama ist gar nicht so übel, schließlich gibt sie uns viele Spielsachen und lecker zu essen. Sie kratzt und beisst auch nicht, sondern spricht und spielt mit uns und verteilt Leckerchen anstatt die blöde Medizin. Wir nähern uns ihr langsam…….jeden Tag ein bisschen mehr. Auf ihrem Schoß ist es warm und kuschelig. Gestreichelt zu werden ist gar nicht schlecht. So langsam haben wir uns an sie gewöhnt und freuen uns, wenn sie in unser Zimmer kommt. Ein bisschen Zeit wird es noch brauchen bis wir richtig zahm sind und in ein eigenes Zuhause einziehen können, sagt die Mama.Und wie geht es unserer Katzenmama Chrissie, fragen wir uns manchmal.

Chrissie ist glücklich und hat ihre Freiheit wieder. Sie ist zurück in ihrem Revier und wird von Frau Ammann liebevoll versorgt und verwöhnt. Sogar ein kleines eigenes Haus hat sie bekommen. Im nächsten Jahr wird sie keine Babies bekommen. Und das ist in Ordnung so!!!!

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